Textar (þýskir)

Leben im Niemandsland

(1) Das Ende
(2) Abseits des Lichtes
(3) Das schwarze Wesen
(4) Zinnsoldaten
(5) Märchenprinzen
(6) Der vergaß zu atmen
(7) Niemandsland
(8) Kaltes Licht
(9) So sei es
(10) Bunter Rauch
(11) Mit dem Wissen
(12) Der Weg

Das Ende

Wenn das Meer sich blutrot färbt,
der Himmel von schwarzen Wolken bedeckt ist
und die Vögel aufgehört haben zu singen
weil ihre Kehlen vom Öl verklebt wurden
Wenn im Osten mutierte Monster geboren werden
Wenn der Winter zum Sommer wird
und die Felder vedorren
Die Erben des Dritten Reichs wieder mächtiger werden
dann - dann hat das Ende der Zeit begonnen
und der Teufel die Schlacht gewonnen.

Dämme werden brechen und eure Kinder ertränken
Feuerstürme werden eure Häuser lodernd niederbrennen
Durch Krankheiten werden Millionen krepieren
Die Pflanzen werden vergiftet und ungenießbar werden.

Die Luft wird ätzend wie Säure eure Lungen zerfressen
Eure Kinder werden als häßliche Mutationen geboren
Die Sonnenstrahlen werden Geschwüre wachsen lassen
Ihr werdet langsam bei lebendigem Leib verfaulen.

Stürme werden monatelang die Erde verwüsten
Unter den Trümmern werden Tausende begraben
Parasiten werden sich in euren Körpern einnisten
Ratten und Schaben werden eure Wunden lecken.

Abseits des Lichtes

Die Dunkelheit findet nur abseits des Lichtes statt
erst dann konzentrieren wir uns auf jedes Geräusch
und sei es auch nur ein Laut der gar nicht existiert.

Ein altes Haus ...

Das gealterte Mauerwerk arbeitet seit fast einem Jahrhundert an seinem Verfall.
Verworfene Strukturen der Bodenbretter geben Schritte preis,
deren Ursprung längst verstorben ist.
Doch die verschobenen Holzkonstruktionen speicherten die Energie des Damals -
verstärken sie bis zum heutigen Zeitpunkt des Lautsprunges.
Begleitet vom Spiel der Mäuse
vom Nagen der Zeit und dem lautlosen Schrei des Alterns
Ein friedliches Stilleben in Schwarz und Weiß
In dieser Bewegungslosigkeit wandert die Vergangenheit zurück zum Ursprung...

überrascht vom beschleunigten Schritt der Nacht
durchnäßt von dunklen Wolken erreiche ich eine altes Haus ..
Ungewiß schmeckt der erste Schritt durch die morsche Pforte.
Das verletzte Wesen ändert seinen Lauf
Die Natur ist wütend.

Das Tasten in der Dunkelheit führt zum Ziel
ein weicher Ort zum Schlafen
Mein Körper freut sich auf die Ruhe
Meine Sinne vernebeln - gleiten aus meiner Hand ...

Nur ein Lichtkegel folgt ihrer anmutenden Gestalt
Sie lächelt immer
Das Lachen ist ihr Begleiter und ihr Freund
bei Schmerzen
bei Angst
bei Freude
wenn andere sie beobachten
Sie nicht alleine ist.
Doch das lächeln stirbt in dem Augenblick,
wenn die Scheinwerfer die Augen schließen,
sie keiner sieht

Dann altert sie um Jahre
und trennt sie von ihrem Freund ...
Ihre Leben ist der Tanz
Ihre Gefühle werden diktiert von einem Orchester,
regiert von einem Dirigenten
welcher sich den Zeichen des Papiers fügt.
Die Ballarina tanzt schneller als ihr Schatten
und lächelt abseits ihrer Gefühle

Starke Männerarme heben ihre Gestalt in den Himmel empor
doch sie berühren nicht ihre Haut
grazil - synchron und angespannt
gleiten Mann und Frau ästhetisch durch das Bild Musik.
Wenn der letzte Ton verstummt -
bleibt die kleine Tänzerin allein zurück und lächelt bis ...

Ich reiße aus
Meine Sinne sind hellwach und suchen
Jeder Laut wird kontrolliert
gleichzeitig entkleidet er lichtlos meine Nerven
bis die Angst unbekleidet friert
einen Wachtraum halluziniert und im Dunkel endet.

Naturgemurmel formiert sich zu Stimmen
Dem verdrängten Beifall meines Traumes ?
Die Aussage bleibt verborgen
Gelähmt warte ich auf das erste Licht,
welches die Dunkelheit verdrängt
und lauernd zurückgelassen wird
in schattigen Winkeln ohne Glas.

Zurück bleibt das alte Haus
Stiller Zeuge und Ursprung dieser Nacht
Keiner applaudiert
Keiner sieht ihre Schönheit
Keiner sieht ihre Tränen
Keiner sieht ihre Maske - die zerbricht
Sie tanzt weiter
Bis der Vorhang zum letzten Mal fällt.

Das schwarze Wesen

Das Licht verschluckend schimmert
das schwarze Fell,
als das Wesen aus der Zeit vor der Vergangenheit begann die Zukunft aufzufressen
Trotz der volkommenen Ästhetik
war das Wesen nicht makellos.
Es schien die Angst vor den Schritten durch die Haare schimmernd rufen.
Die Warnung kam zu spät,
die Warnung kam zu spät.
Geschmeidig schleicht der schlanke Körper durch das Vakuum der Nacht -
das Herbstlaub dämpft jeden Laut.
Die Stille ist abstrakt ...
Das Medium der Leere hüllt und füllt den Raum gänzlich aus.
Die Luft weint Tränen.
Der Atem wird sichtbar.
Nur die Schritte verstummen ungehört,
noch während der Geburt erstickt,
noch während der Geburt erstickt ...

Das Ziel verfolgt vom Wesen
flieht hoffnungslos in das Zeitgefüge;
Das schwarze Fell schluckt Raum und Zeit,
perlend bleibt das Leben haften ...
Das Schwarz funkelt immer böser
Schritt um Schritt,
Schritt um Schritt.
Bitterböse schimmert hoffnungslos die Zeit.
Angeschlagen durch den Fraß des Wesens
wirbelt das Maß ziellos in eine andere Dimension.
Zurück bleibt der Verstand doch tot,
vom schwarzen Wesen grausig zugerichtet.
Die klaffenden Wunden sezernieren geruchlos den Wahn,
dann Haß, den Zwilling der Liebe,
die nie geboren wurde, die nie geboren wurde.
Die Illusion bleibt nicht erhalten,
wenn der Kadaver zerrissen wird.
Das schwarze Wesen wartet still auf nichts ...

Zinnsoldaten

Geopfert auf dem Altar derer die sonst nur reden
Keine Aussage treffen
Aufgedunsen richten sie das Fest
Nun kleiner Zinnsoldat, das Spiel heißt überleben

Die Schlacht ist die Arena
Das Ende vorbestimmt
Durch all jene
Die dem blutigen Treiben zujubeln
Menschlein erfreu dich an deiner bunten Uniform
Irgendwann wir sie durchlöchert
und sicher nicht - vom Fraß der Motte
Und sicher nicht - vom Fraß der Motte
Und sicher ...

Euphorisch berauscht
zieht in die Schlacht
Singt und ruft das Grauen herbei
Ihr seid der Stier der eurer Tuch
blutrot färben wird
Ihr seid ...

Geblieben sind die Tränen
Der davon kam verlor ein Teil
Gemartert zieht der Verstand Bilanz und flieht
Körper wurden zerrissen
verstümmelt zum Krüppel geboren

Das Spiel - geht weiter
Die Schlacht ist die Arena
Das Ende vorbestimmt
Durch all jene
Die dem blutigen Treiben zujubeln
Menschlein erfeu dich deiner bunten Uniform
Irgendwann wird sie durchlöchert
Und sicher nicht - vom Fraß der Motte
Und sicher nicht - vom Fraß der Motte
Und sicher ...

Märchenprinzen

Märchenprinzen sterben schneller als erwartet,
denn sie sind nur schön und fröhlich
Manisch lächelnd fallen ihre Blicke
zuckersüß - die Maske schmilzt zur Fratze
übersät mit bittersüßen Tränen
Pastellfarben bleiben leicht verdaulich
Kraftlos blättert die Farbe vom Kostüm
Ton um Ton wird alles grau.

Märchenprinzen lachen laut
verschwinden leise
So fällt ihr Lachen in den bittersüßen Fluß
Darin tanzen die Blätterfarben
Unaufdringlich in Pastell
Und laut lachend schwimmt der Märchenprinz zur Mitte
und bittet um Vergebung
Fröhlich blubbernd versinkt er lächelnd
Ton um Ton verstummt.

Der vergaß zu atmen

Kaum geboren vergaß er das Atmen
Der Kontakt zur Umwelt war immer gestört
Die Kindheit verstrich
Und mir ihr hob sich der Schleier
Und die gestörte Vielfalt des Verhaltens
verhalf dem Querdenkenden dazu entdeckt zu werden.
Das Geheimnis offenbarte sich und wurde von denen
die behüten sollten zwar wahrgenommen -
aber verdrängt, aber verdrängt ...

Die Zeit riß weiter Narben in das Gemälde,
das sich begann zu entwickeln.
Doch dunkle Farben mengten sich mit den leichten Tönen der Jugend.
Das Bild ergraute
Der Fluß der Zeit ergoß sich als Meer
der Frucht der Trauer
Der Betrachter nahm das Unheil nicht wahr.
- Es wurde weiter verdrängt ...

Alle die liebten und schützen wollten
wurden alleine mit ihren Worten zurückgelassen
zurückgelassen ...
Reaktionslos wurde so gelebt,
da der Sinn sich umkehrte
und der Schaden sich in das Gefüge schlich.
Die Kraft derer die helfen wollten wurde aufgesogen
und dem der die Hand reichte
unverdaut ins Gesicht geworfen.
Säuerlich haftete das Unverständnis
Als Folge dieser Tat
Der Inhalt blieb unberührt.

Verzweifelt grub der Helfende in seinen Körper tiefe Wunden
Die Zerstörung des eigenen Körpers fraß die Persönlichkeit an.
Machtlos wurde die Bilanz der Ohnmacht ausgesprochen.

Der vergaß zu atmen suchte sein Heil in der Scheinwelt.
Grell und bunt vergilbte so die Schönheit
Die Jugend erlosch
Jetzt zerrt auch der Fluch am - Körper.

Hilflos haftete der Blick der Liebenden an den eingefallenen Wangen
Sie hatten gelernt
begriffen !
Nicht das Leid mitzuleiden.
Die Augen dann zu schließen, wenn der Anblick
weißglühend mit Erblinden drohte
mit Erblinden drohte

Willenlos helfen hieße
Gemeinsam mit einem großen Stein ind den Abgrund
eines Sees zu tauchen und zu ...

Die Liebe ließ los

Der der aufhörte zu atmen fiel weiter
alleine in das blauschwarze Wasser

Die Luft wird knapp
wie damals bei der Geburt
wie damals bei der Geburt
wie damals ...

Und wie damals begann er zu strampeln und zu schreien.
Den Mantel der Einfalt aufzusprengen

Gelöst vom Ballast der Vergangenheit
treibt er dem Licht entgegen - empor
Und herrrlich ist der erste freie Atemzug
Das Gefühl befreit zu sein.
Die Lungenflügel füllen sich hastig
mit dem rettenden Sauerstoff
Und da ist auch wieder die Hand die ihn losließ
um ihm jetzt ans Ufer zu helfen ...

Niemandsland

Mir bleibt die Spur ins Niemandsland
Schwarz - Weiß ist das Gesicht
gehüllt in stummes Schweigen
Klugheit ohne Dummheit meint
gemeinsam nur zu fühlen.

Der Tanz im bunten Reigen
allein vermag das Weiß zu färben
gebleicht aus grauem Leinen
gekürt zu kostbarem Tuch
Der Blick verklärt zu bloßem Staunen
Im blauen Schein ein Kind geboren
Der Spiegel lebt geführt vom Wind
Der Verstand ertrinkt im Lichterrausch
zerbrochener weißer Sterne

Es bleibt der leere Spiegel
der Schmerz
eine nasses Zaudern
infolge kurzen Glücks
Das blaue Kind ertrinkt

Der Gesang zur Trauer
reißt im Schrei der Verzweiflung
Nur gestillt im gelbroten Zauber
Knisternd wandelt Fleisch zu Asche
Verteilt sich Staub im Niemandsland

Ein Reiter und zwei Pferde
entführt verschwinden weit am Horizont

Kaltes Licht

Der Mond weiß allein mit seinem kalten Licht die Welt in fahlem Schein zu zeichnen
Allein das kalte Licht ergötzt den Mörder bei seiner Tat.
In seinem Schein - seine Kinder rufen ihn -
ihre Mutter die ihrem Vater gleicht eins sind.
Der Staub reflecktiert das gedachte Wort zu Licht
Weißer Glanz der Wärme Armut schleicht sich in die Dunkelheit.

Mißbraucht vom bösen Zauber hütet er die Nacht
welche tiefschwarz sein Licht gierig verzehrt
um den dunklen Mächten Schutz zu gewähren.
Das Unsichtbare bleibt erhalten
nicht sichtbar - aber hier und dort hört man seinen kalten Atem geifern
gemengt mit Gedanken die man besser nie gedacht
in die Vergessenheit gedrängt
dort gelöst vom Wissen verwesen läßt.

So sei es !

Sei es das Verlangen den sanften Kuß
auf der weißen Haut zu spüren.
Gemeinsam die Minuten auszukosten, die geblieben sind,
unbefleckt von all der Schmach
welcher auserkohren durch zerfressene Zungen
Verborgenes entkleidet
Der Unschuld der Ahnungslosigkeit beraubt,
Gezerrt ans Licht der Gaffer.
So sei es !

Doch mein Geist sehnt sich nach dem Dialog
Dem Spiel der Worte
Mit ihm erstrahlt die Eleganz dieser Ebene
Weder die Tat noch das Wort zählt
Viel mehr wiegt das was unterlassen blieb
Das Wort - das nur gedacht
Die Tat - die nur geplant
Alle Züge - die nur auf dem Spielbrett der Phantasie
zu schemenhaftem Dasein thronten.
Die allumfassende Macht der Sehnsucht, nach Wärme
Das Gefühl ihr allein ergeben zu sein.
So sei es !

Auch wenn das Feuer schmerzt
Die Glut das Ebenmaß zerstört
Ein diffuses Gefühl entfacht
Schmerz und Lust verbindet
Unlöschbar bleibt die Sehnsucht ...
So sei es !

Auch wenn ihr anders denkt
Diese Wärme spendet euch sicher keine Wärme.

Bunter Rauch
In bunten Rauch getaucht zu leben
entführt entrückt im Farbenrausch

Verführt durch leise Lügen
gebrochen scheint das Gipsgesicht
gebrochen scheint das Gipsgesicht ...

Verborgen blutet der greise Jüngling
sein Stolz vebietet klar zu denken
So sei es ! Worte - jetzt ohne Sinn
gebrochen scheint das Gipsgesicht
gebrochen scheint das Gipsgesicht

Künstlich leuchtend schreiten Tag und Nacht
gemeinsam durch scheinbar liebenswerte Bilder,
die Stück für Stück den Gips zerbeißen
die Stück für Stück den Gips zerbeißen ...

zerbrochen ist das Gipsgesicht
zerbrochen ist das Gipsgesicht ...

Der Jüngling blutet weiter
teils verborgen hinter weißer Masse
zersetzt im bunten Rauch
zerbrochen ist das Gipsgesicht ...

Mit dem Wissen ...

Es ist nicht Absicht meiner Tat
den Kindern ihre Freude zu rauben,
aber es wird besser sein sie zu töten,
um sie vor dem Kommenden zu bewahren.
Ein sanfter Tod - unbemerkt - kann etwas sehr schönes sein.

Es ist nicht Absicht meiner Tat
den Kindern ihre Träume zu rauben,
aber es wird besser sein sie zu töten,
denn ihre Träume werden immer nur häßlich sein
und sich über ihren Schlaf wie ein dunkler Schatten legen.

Es ist nicht die Absicht meiner Tat
mit dem Tod der Kinder den Zyklus des Lebens zu unterbrechen
aber es wird besser sein sie zu töten,
denn Erwachsene können sehr Gefährlich sein
Sehr Gefährlich,
denn sie vergaßen ihre Jugend

Es ist die Absicht meiner Tat
allein zu sein
Als letzter zufrieden dem Ende des Tages beizuwohnen
mit dem Wissen der nächste wird wieder fröhlich sein ...

Der Weg

Feuchtigkeit mit Angst vermengt mein Körper friert.
Die Zeit geht nur vorwärts nie zurück.
Noch bleibt sie stehen.
Haltlos rinnen die Sandkörner durch die Ritzen meiner Hände
Sie können nicht ein Korn bremsen.
Im geschlossenen Augenblick sah ich das Damals
Die Tränen der Mutter - Die Feuchtigkeit der Kälte.
Den Schuldspruch ohne Worte - Die Angst geboren.

Die Hand jetzt sauber - Aber rein ? Nur scheinbar
Ich seh das Blut - längst abgewaschen
Die Tat verwest und doch geschehen
Fahl fällt das Licht ein vom Stahl geteilt
Die Ordnung der Körner umzusetzen
Wie gerne möchte ich im Sandkasten spielen ...

Das Tempo der Zeit bestimmt den Puls
wird eins mit den Schritten der Wärter
- Sie kommen
Langsam fällt auch das letzte Korn der Hoffnung
Das Schloß - Die Tür geht auf
Dort wartet nicht die Freiheit
Ein Mann in Schwarz spricht seinen Trost.
Was nützt er noch.
Der Gang ist grell - Neonlicht erhellt kalt die Szene
Meine Kindheit begegnet mir
Meine tote Mutter wünscht gute Reise - Sie sieht gut aus so jung.
Da liegt die Leiche - ich seh das weinende Gesicht.
Betäubt vom Leben setze ich mich auf den Stuhl
Die Gurte werden angelegt, die Arme Beine festgebunden.
Meine Freunde lachten als ich in den Bach fiel
Damals - es war kalt
Es war ja Winter - die Zeit der Angst
Ja die Zeit der Angst - Die Zeit der Angst
Eine Haube wird mir aufgesetzt - Ich werde verkabelt.
Die Stimmen werden leiser - ich bin alleine
Die letzten Körner fallen
Die letzten Körner fallen
Die Zeit der Angst zersetzt mein Gehirn
Die Zeit der Angst zersetzt mein Gehirn