[Konzertbericht von Marc Christiansen]


Festival d´Etage 26.10.2002

Konzertbericht von Frank Kühn

Eigentlich bin ich kein Befuerworter von Konzertberichten, aber diesmal moe chte ich eine Ausnahme machen, da ich das Festival d'Etage fuer wirklich da s beste Konzerterlebnis halte, was ich bislang erlebte!

Es zeigte sich, dass der Spruch "Klasse statt Masse" seine Berechtigung hat . Grossartig war auch das Publikum, dass bis bei der Care Company wirkich s ehr ruhig und interessiert war.

Aber auch die Tatsache, dass die Abmischung hervorragend war (tolle Tontech niker!!), also alles gut zu verstehen war und die Stuecke nie zu laut waren , ist mir positiv aufgefallen.

Da Marc ja schon einen ausfuehrlichen Bericht gegeben hat, moechte ich mich auf kleine Ergaenzungen beschaenken.

Nachdem ich also einen Aufpasser fuer meine Tochter gefunden hatte, war das Festival bereits ausverkauft und nur dreier mir unbekannte Schweizern habe ich es zu verdanken, dass ich unter kraeftiger Mithilfe Oswald Henkes himse lf noch an zwei Karten kam! Danke Euch allen!

Nachdem dann Ralf auch noch einen Link mit einer brauchbaren Anfahrtsskizze an die Erbenfamilie schickte (Dank auch Dir!), stand dem Festivalbesuch ni chts mehr entgegen.

Da wir (also meine Freundin und ich) etwas eher da waren, liefen wir erst e inmal ums Zentrum herum, so dass wir durch die Fenster ins Innere des Zentr ums sehen konnten und Zeugen des Soundchecks bzw. des Einsingens der Care C ompany wurden, bis man uns kurze Zeit spaeter entdeckte und die Markiesen b etaetigte. So was!

Nachdem dann "Das Zentrum" geoeffnet wurde und ich dieses betreten hatte, k aufte ich mir erstmal die DVD "Was war bleibt", die ich nun zur "Auf der Su che nach dem Glasgarten" dazu stelle, denn einen DVD-Player habe ich immer noch nicht. *grummel*

Dafuer habe ich Waende sowie einen CD-Player, so dass noch ein Poster sowie eine Artwork-CD den Eigentuemer wechselten.

Nachdem alles im Auto verstaut wurde, kehrte ich zurueck und betrachtete da s Zentrum nunmehr von Innen. Ich muss sagen, dieses Zentrum ist idealer Veranstaltungsort eines solchen Konzertes: Der Zuscherraum ist sechseckig und voll mit Parkett ausgelegt un d zu den Waenden hin befinden sich Stufen, so dass man auch von weiter hint en einen hervorragenden Blick auf die Buehne hat. Es gibt auch einen kleine n Oberrang, doch war dieser leider nur fuer Backstage-Karten-Inhaber betret bar. Interessant war auch, dass ein grosser Teil der Buehne wie eine Hebebue hne absenkbar war, so dass beim Auftritt von Deine Lakaien der Fluegel in d rei Minuten auf die Buehne gezaubert werden konnte und dieser anschliessend ebenso schnell wieder veschwand.

Ueberhaupt gab es keine grossen Unterbrechungen zwischen den einzelnen Form ationen, so dass es ein recht kurzweiliger Abend wurde.

Zunaechst trat also die Care Company auf und ich muss zu meiner Schande ge stehen, dass ich von dieser Band bislang noch kein Stueck gehoert habe. Die Stimme von Carsten Klatte hat mir wirklich gut gefallen und auch die Stimm e seiner Duettpartnerin, deren Name auch mir leider nicht bekannt ist, war recht bemerkenswert. An den Keyboards stand uebrigens Mindy, die meines Wis sens aber sonst nicht zur Care Company gehoert, sondern Markus Reinhardt in bekannter Professionalitaet vertrat.

Musikalisch ist es leider auch nicht so ganz mein Geschmack, vieles haette auch beim Grand Prix de la Chanson laufen koennen. Vielleicht bekommt Carst en aber noch mal richtig gute Stuecke geschrieben, bei denen er seine Stimm e zum Besten geben kann. (Bei der Gelegenheit faellt mir ein, dass Still Si lent auch lange keine Platte mehr herausgebracht hat. Vielleicht koennte Mi ndy ja ein Stueck fuer Carsten komponieren, aehnlich wie bei dem ersten Sti ll Silent - Album? *gruebel*)

Naja, und taenzerisch war das ganze vielleicht auch nicht die Wucht. Insgesamt fand ich dieses Projekt aber schon interessant. So war es schade, dass die Care Company nicht die riesige Aufmerksamkeit vom Publikum gesche nkt bekam, die ich ihr gegoennt haette. Dies war aber auch der einzige fade Beigeschmack an diesem Abend.

Denn schon bei Artwork fuellte sich der Raum zusehends. Gesangstechnisch wa r dies fuer mich auch der Hoehepunkt des Abends, was nicht zuletzt an Katja Hübners tollen Sopran-Stimme lag.

Bezueglich Deine Lakaien hat Marc ja schon eine Menge geschrieben. Gigantis ch fand auch ich die Leistung von Ernst Horn! Ich hatte einen hervorragende n Blick auf seine Haende und muss Marc recht geben: Man konnte Ernsts Haend e teilweise nicht mehr sehen! Unglaublich, wie schnell und exakt er auf dem Fluegel spielen kann!

Alexander Veljanov wirkte meiner Meinung nach anfangs etwas abwesend und sc hien sich fuer das Publikum gar nicht zu interessieren. Irgendwie kam es mi r so vor, als ob er nur fuer sich singe, bei manchen scheinbar nicht ganz g etroffenen Toenen zuckte er unzufrieden zusammen und es wirkte, als wuerde man ihm heimlich beim Ueben zuschauen. Allerdings legte sich das mit der Ze it und er sprach dann spaeter auch zum Publikum, indem er Titel ankuendigte und sich anschliessend auch noch mal zum Festival an sich aeusserte. Was er da, ganz zum Schluss, sagte, war ueberraschend fuer mich: Sie (Deien Lakaien) hoffen, dass sie einen Beitrag fuer den Erhalt des "Zentrums" lei sten konnten. Nun, ich wusste gar nicht, dass "Das Zentrum" solche Probleme hatte.

Anschliessend spielten dann Goethes Erben auf. Wie Marc schon erwaehnte, spielten diese Titel von fast saemtlichen Platten , nur vom blauen Album war nichts dabei (kein "Pascal lacht").

Wie Marc schon erwaehnte, war das noch nie gespielte Stueck "Stumme Zeugen" . Irgendwie hatte ich das auch geahnt, aber nichts in die Erbenfamilie gesc hrieben, um mich nicht zum Deppen zu machen. Naja, somit ist einzig Reglindis meine stumme (?) Zeugin, denn ihr hatte ich diese Vermutung vorher mitge teilt.

Uebrigens gaebe es schon noch andere Titel, die meines Wisens Goethes Erben noch nicht auffuehrten: "Ein Licht erlischt" etwa, oder auch "Warten" und "Es ist Zeit". Insbesondere die Letztgenannten wuerde ich gern mal live hoeren!

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