07.05.1997 BKA-Zelt Berlin "Night of no Light"

Nachdem ich mit meiner Freundin ziemlich zeitig gestartet war, da wir in
Berlin noch nicht beim Konzert waren und vorher nochmal etwas in Kreuzberg
schlendern wollten, machten wir uns dann gegen 19 Uhr auf die Suche nach
dem BKA. Dies hatten wir auch ziemlich schnell gefunden,
nur war das nicht das BKA-Zelt. Aber es empfing uns gleich sehr freundlich
ein Mann, welcher sich später als Veranstaltungsleiter herausstellen
sollte. Er wollte auch gleich dorthin aufbrechen und so konnten wir hinter
ihm herfahren. Er wartete nur noch kurz auf ein paar Leute,
die er mitnehmen wollte. Unter denen war auch Oswald Henke. An dem
richtigen Veranstaltungsort dann angekommen, war ich erstmal entsetzt, was
für einen großen Tourbus die Erben haben. Ich stellte mir
immer vor, daß sie in einem größeren Mercedes-Transporter
oder so etwas touren, was vor uns stand war aber ein richtig großer Tourbus.
Dort angekommen gesellten wir uns zu den vielleicht 10 bis 20 Leuten, die
auch schon warteten. Wie uns bekannt war, sollten erstmal die Gäste mit
Karten eingelassen werden zu denen wir glücklicherweise auch gehörten. Es
dauerte trotzdem noch eine ganze Weile die wir warten mußten und es bildete
sich dann ziemlich schnell eine lange "Klapper"-Schlange, denn der Wind war
doch ziemlich kalt. Endlich drinnen war die erste Reihe noch frei und so
nahmen wir auch gleich dort Platz. Neben uns siedelte jemand, den wir schon
auf vielen Konzerten gesehen hatten und so kamen wir diesmal ins Gespräch. So
lernte man auch mal Sichtweisen, die die Erben-Songs bei anderen auslösen
können, kennen. Diesmal war es ja nicht ein reines Erben-Konzert und so
spielten vorher noch zwei andere Bands. Charitona spielte schon als noch
Leute reingelassen wurden und so ging ihr eigentlich gutes Konzert unter.
Nach einer begrüß,enswert kurzen Umbauphase gab sich dann Dreadful
Shadows die Ehre. Nach dem 3. Lied wußte man schon wie es weitergeht,
denn alle Titel waren doch ziemlich gleich und so war ich doch einigermaßen
erleichtert als sie mit ihrem Teil fertig waren und endlich die Erben aufspielen
sollten. Dies geschah wiederrum nach einer kurzen Umbauphase und man wurde
zu Beginn, wie auch schon in Cottbus, gebeten sich hinzusetzen. Dies tat
der Stimmung zwar sehr gut, doch leider nicht meinen Beinen, denn meine Freundin
fand nicht so richtig Platz und setzte sich deshalb auf meine Beine, welche
es mir nach einer Weile mit Schmerzen dankten. Naja - "Ich liebe Schmerzen"
und das Konzert war so gut, daß ich diese nicht bemerkte. Das Publikum
wurde auch hier toll mit eingebunden und auch Oswald's Lakaien (Balett) fütterten
die begeisterten Leute. Die kleine Bühne stellte sich nicht wie anfangs vermutet
als Nachteil raus. Auch mit den Ballons wurde hier mal richtig
schön gespielt und so kann ich nun von einen rundrum gelungenen Konzert
berichten.
Wenn man schon in Berlin ist, dachte ich, kann man ja auch gleich
noch zur Disco hier gehen. Demzugute kam, daß gleich im Anschluß im BKA-Zelt
noch Disco sein sollte. Dies stellte sich schnell als Enttäuschung raus
- man muß aber gerechterweise sagen, daß es schwer ist nach so
einem guten Konzert mit Disco zu begeistern - und so machten wir uns mit
einem bleibenden Eindruck auf den Rückweg. Trotz der vielen Wildwechsel
kamen wir gut an und freuten uns daheim angekommen schon auf Freitag, denn
dann sollte es nach Bayreuth gehen.
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