12.09.1996 Riff-Halle Bochum (aus The Gothic Grimoire 1/97)


Nachdem bereits in unserer letzten Ausgabe ein Photo dieses Konzertes abgedruckt wurde, hier nun der dazugehörige Bericht. (Anm. d. Red.: Das Photo erschien zu einem älteren Erben-Bericht. Der geplante, an dieser Stelle nachgereichte Artikel ging im Wust an Informationen verloren.) Die Fans durften dank Soundcheckproblemen der Band einige Zeit vor verschlossenen Toren ausharren, nachdem diese erste Hürde genommen war, erwartete die Wartenden dann auch noch einige organisatorische Probleme beim Einlaß, so daß man froh war endlich in der recht gerämigen Riff-Halle zu stehen.
Es dauerte dann auch nicht mehr lange, bis Goethes Erben mit ihrem Programm begannen und der Frust verflog. Stand die Frühjahrstour noch unter dem Titel "Schach ist nicht das Leben" wurde nun das gesamte Konzept umgeworfen. Die obligatorischen Kerzen kehrten zurück auf die Bühne, während die Schach-Deko von der gleichen verbannt wurde. Begonnen wurde in der bei weitem nicht ausverkauften Halle dann auch gleich mit altbekannten Stücken, die man im Frühjahr nur als Zugabe zu Gehör bekam. Die neuen Songs wurden nur sporadisch in das Programm eingestreut, zeigten allerdings einmal mehr, daß sie erheblich melodischer als die Vorgänger sind. Aufgespielt wurde wieder mit insgesamt sieben Musikern, was den Songs sehr gut zu Gesicht stand. Sie wurden so deutlich ausdrucksvoller arrangiert, als die Studioversionen und boten den Zuschauern ein ganz neues "Erben"-Erlebnis. Etwas enttäuschend vielleicht, das nur ein Zugabe-Stück gespielt wurde, es machte den Eindruck als ob die Band, die beinahe fluchtartig die Bühne verließ, wenig Lust auf weitere Songs hätte, was nach einem rund anderthalbstündigen Set aber auch nicht weiter verwundert. Aber auch das Publikum schien kein sonderlich großes Interesse mehr zu haben, die Zugabe- Rufe verhallten doch recht bald. Das Warten auf die neue CD geht weiter, sie dürfte allerdings bei Veröffentlichung dieser Zeilen bereits erhältlich sein.

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