16.03.1996 Kraftwerk Chemnitz
An diesem Samstag hatte ich nun endlich Gelegenheit bekommen, Goethes Erben live zu erleben.
Ich fuhr erst hin, als Einlaß sein sollte, entsprechend lang war schon
die Schlange. Am Merchandise-Stand holte ich mir erstmal die "Live im Planetarium", nachdem
ich zu dem Konzert schon nicht gehen konnte und dann ging es auch schon bald los. Zu meinem
Erstaunen ziemlich pünktlich, was ich von anderen Bands nicht gerade gewohnt war.
Ich sollte nun "Schach ist nicht das Leben" zum ersten Mal hören, denn auf Tonträger
gab es das noch nicht. Fasziniert genoß ich die Atmosphäre, man konnte ohne
Gedränge den Klängen lauschen. Die Instrumentierung war im Gegensatz zu meinen
Lieblingslieder, welche hauptsächlich von "Das Sterben ist ästhetisch bunt" stammten,
einiges intensiver, doch muß ich zugeben, daß mir das von Anfang
an gefallen hat. Die Geschichte sollte allerdings nach schon ca. 50 Minuten zu Ende sein,
doch begann nun etwas, was mit nach als Zugabe bezeichnen konnte, sondern eher als zweiten
Teil. Das Publikum lebte bei den bekannten Songs regelrecht auf und sagte die nächsten
Lieder regelrecht an. So durfte mein Trommelfell die für mich schönsten Schwingen
von "5 Jahre" spüren und auch "Das Ende" durfte nicht fehlen. Am Ende war ich mir
sicher, daß dieses Konzert nicht das Ende von meinen Erben-Liveerfahrungen darstellen
würde und so zog ich mit einem neuen Ohrwurm "Rot Blau Violett Grün Gelb" heim und
freute mich auf das bevorstehende Konzert beim Wave-Gotik-Treffen.
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