20.06.1997 Cult - Arnsberg

Arnsberg Nach über einem Monat Goethes Erben-freier Zeit stand endlich wieder ein Konzert an. Es sollte für mich das letzte Konzert erstmal sein und so wollte ich es eigentlich um so mehr geniessen, gleichzeitig wollte ich aber auch eine Erinnerung an die Konzerte haben und so entschied ich mich, doch einmal Fotos bei einem Konzert zu machen.
Zum Glück reisten wir einen Tag vorher an und schauten, wo das Cult ist, denn dieser mir bis dahin unbekannte Ort hat sage uns schreibe 4 Autobahnabfahrten. Als wir endlich im richtigen Stadtteil waren, war das Cult aber noch lange nicht gefunden. Naja, irgendwann hatte man es dann endlich geschafft und so konnten wir den nächsten Tag etwas ruhiger angehen.
Am 20. dann fuhren wir schon ziemlich zeitig hin und so konnten wir das Konzert fast komplett zweimal erleben, da die Proben noch liefen. Nach und nach trudelten dann immer mehr Leute ein und es wurde langsam eng vor der Tür, so daß wir nur flehen konnten - "Bitte, bitte, laßt uns rein, bitte, bitte, laßt uns rein." In dieser Enge kam man dann schnell mit anderen ins Gespräch und so verging die Zeit bis zum Einlaß doch noch recht schnell. Endlich hatte auch der Merchandising-Stand die heißersehnte "Sitz der Gnade" CD. Leider mußte ich feststellen, daß der Ort sich nicht so gut zum fotografieren eignen sollte, die Bühne war ziemlich hoch, so daß es auch eins der wenigen Konzerte war, wo man die ganze Zeit stand und sie war auch ziemlich klein.
Bald darauf erklangen die wohlbekannten Klänge und die Erben erzählten uns die Geschichte des einsamen Bewohners. Rein objektiv gesehen, müßte ich jetzt erzählen, daß es schon störte, daß die Bühne so klein war, da dadurch die Akteure nicht richtig agieren konnten, doch eigentlich war ich wie immer in Trance verfallen. Ab und zu habe ich mich aus diesem Zustand gerissen, um noch ein paar schöne Fotos zu machen und auch nicht so aufmerksamen Zuhörern, denen ihr Privatgespräch wichtiger war, ließen einen nicht ganz in Trance abtauchen. Insgesamt gesehen, war es ein relativ durchschnittliches Konzert ohne große Höhen und Tiefen und es bleibt die Erfahrung, daß man sich durch das Fotografieren viel von der Konzertstimmung raubt.
Die freudige Überraschung kam bei der diesmal wieder stattfindenden Zugabe, "5 Jahre" mit Balett - einfach perfekt. Dieser Leckerbissen war der Weg von über 400 km allemal wert.
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