25.07.1998 Elbufer - Dresden
An einem Samstag Ende Juli war es nun mal wieder soweit, das Midsummer Open Air in Dresden stand an. Das der Austragungsort dieses Jahr nicht die Parkbühne
sondern das Festivalgelände am Elbufer war, ist wohl hauptsächlich
der erwartetenden Besucherzahl und der sowieso schon vorbereiteten Bühne
zu schulden (den ganzen Sommer ist am Elbufer was los). Beide Standorte haben
ihre eigenen Reize und so war dies nicht weiter schlimm.
Nachdem um 13 Uhr eine Dresdner Punkband den Konzertmarathon eröffnet hatte, die allerdings noch sehr mit dem desinteressierten Publikum zu kämpfen
hatten, schwarten sich bei den Blind Passengers dann doch ein paar mehr Leute
vor der Bühne zusammen. Sie konnten im Hinblick auf die kommenden Bands
nicht sehr überzeugen, da verging einem die Zeit bei Tanzwut viel schneller - viel zu schnell und auch Apocalyptica begeisterten (so schnell habe ich noch
nie jemand eine Saite wechseln sehen). Danach war richtig gute Stimmung und
so sollte es mir Goethes Erben auch weitergehen.
Diesmal kam wieder das normale Festivalprogramm zur Aufführung, sprich
"Kondition: Macht!" eröffnete die Reise, die dann mit einem großen
Zeitsprung (Oswald hat bestimmt 5 Meter mit 2 Sprüngen geschafft) mit
"Der Spiegel", sowie den nie fehlenden Klassikern "Märchenprinzen" und
"Zinnsoldaten" fortgesetzt wurde. Da das Publikum durche einen Bühnengraben
nicht ganz hautnah dabei sein konnte, fehlte "Begrüßende Worte", was
aber durch eine Ladung Gummibärchen ersetzt wurde. So ganz ohne Publikumskontakt wollte es aber Oswald nicht abgehen lassen und so sprang er von der
Bühne und kletterte auf die Absperrungen. Der Ordner, den Oswald angestellt hatte, damit er wieder auf die Bühne kommt, half eher mißbilligend
und auch eine geschenkte Tüte Gummibärchen wollte ihn nicht so recht
entschädigen. Nach ca. 1 Stunde ging es dem Ende zu und als Oswald bei der
Zugabe
erneut in Richtung Publikum strebte, half ihm dann lieber gleich einer der
Erben-Crew wieder rauf. Leider war selbst beim letzten Lied noch strahlender
Sonnenschein - bei allen anderen Bands war es bewölkt bzw. dann dunkel
- und doch hatten wir eine schöne Stunde mit den Erben verlebt.
Bei Element Of Crime, die mich sehr enttäuschten, konnte man das
Konzert so nochmal in aller Ruhe Revue passieren lassen, ehe es bei Phillip
Boa und den Inchtabokatables richtig laut und auch erstmals etwas eng wurde.
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