Kassel, Dark Area Festival, 02.10.2001

von Marc Christiansen

Beachtlich was die "Nachbarn" in Kassel mit dem Nachtwerk samt direkt angeschlossenem Musiktheater für eine Club-Location zu bieten haben : Ein wahres Labyrinth aus kleinen und größeren Räumlichkeiten, über die sich am gestrigen Dienstag das Dark Area Festival erstreckte. Am meisten stach vorallem der arenaförmige, zentrale Dancefloor ins Auge. Auch musikalisch setzte sich das Disco-Programm erfreulicherweise vom ansonsten vorherrschenden "Electro-Einheitsbrei" deutlich ab.

Leider hatte das Ganze aber auch einen kleinen Makel : Das Musiktheater, in dem die "Top-Acts" des Abends spielten, ist von seiner Architektur her ein typischer Live-Club, allerdings "versperrt" eine größere Bar den hinteren Teil des Raumes, sodaß es in den vorderen Reihen schon mal etwas enger wurde. Zudem war der Raum nicht belüftet (die Ventilatoren an der Decke waren wohl kaputt ?) und so heizte sich die Luft bereits in den ersten Stunden des Abends enorm auf, worunter auch die geladenen Bands zu leiden hatten.

Die stickige Luft war dann auch der Grund dafür, daß ich mir letztendlich "nur" drei Konzerte angesehen habe : die Untoten, Mila Mar und (selbstverständlich) Goethes Erben !

Die Erben begannen (wie könnte es anders sein) mit dem ´Eissturm´. Es schloß sich (wie von Festivals gewohnt) ein Potpourri aus Neu und Alt an, wobei aus aktuellem Anlaß natürlich Stücke wie "Nichts bleibt wie es war", "Zinnsoldaten" und "Unbekannter Soldat" nicht fehlen durften. Ebensowenig wie das neue "Himmelgrau", mit dem sich einige Zuschauer noch nicht so recht anfreuden konnten (zumindest nach meinem Eindruck).

Alles wartete natürlich gespannt auf den Moment, in dem der "Glasgarten" im Duett intoniert werden würde - doch vergebens : Peter Heppner war leider nicht anwesend (man ist ja auch erst vor wenigen Tagen vom Videodreh auf Island zurückgekehrt) und so entschied man sich, das Stück lieber gar nicht zu präsentieren. Schade eigentlich, immerhin ist es ja die nächste Single und wäre eine gute Promotion gewesen...

Dafür durfte Frau Rank erneut Telefonvermittlung spielen, um Herrn Heppner zumindest telefonisch in das Live-Geschehen einzubinden. Leider mißlang der erste Kontakt-Versuch und so konnte Peter leider nicht an seinem selbsterwählten Lieblingsstück "Nur ein Narr" teilhaben, daß im Rahmen des Zugabenparts angestimmt wurde.

Einige Minuten später klappte es dann doch noch mit der Verbindung... nun ja, irgendwann gibt es sicher auch Handies, die sich ganz problemlos "hot plugable" ans Mischpult anstöpseln lassen, sodaß wir in Zukunft alle Zeuge der Henke/Heppner´schen Live-Gespräche werden können ;-)

Und wer den Wolfsheim-Sänger nun gestern sehnsüchtig erwartet hat und leider enttäuscht wurde : Ende Oktober gibt es wieder eine Chance - und in Hamburg sind diese doch gar nicht so schlecht, oder ?

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