07.09.1996 Festhalle Plauen
Am Nachmittag machte ich mich mit einer Bekannten auf nach Plauen. Die Karten für
das Benefizfestival hatte ich mir schon im Voraus besorgt, da der Saal bestuhlt sein sollte
und so die Kapazität doch etwas stärker beschränkt sein würde. Schon
auf der Autobahn trafen wir die ersten Schwarzen und endlich angekommen, war die Schlange
doch auch diesmal wieder länger als erhofft. Trotzdem bekamen wir einen Platz im
vorderen Bereich.
Die erste Band hat den Leuten schon zugesagt, doch hat es so richtig keinen interessiert,
da die meisten nur auf Goethes Erben warteten. Bei der nächsten hatte man aber wohl
einen Fehlgriff im Umfeld der anderen Bands gelandet, denn sie wollten so gar nicht ins
Programm passen. Eine erste sehr positive Überraschung stellte für mich Atrocity
dar. Nachdem die CD "die liebe", die einzige CD in meiner Sammlung ist, wo mich das Geld
reut, war ich diesmal richtig begeistert. Man muß aber auch dazusagen, daß es
sich diesmal um "Atrocity feat. Yasmin" und nicht "feat. Das Ich" handelte. Doch auch die
Songs ohne Yasmin überzeugten mich live sehr. In der Umbaupause wurden so ziemlich
alle Kerzen vom Bühnenrand geklaut, doch war dies nicht wirklich schlimm, da Goethes
Erben neue bringen sollten.
Endlich begann nun das Konzert. Angekündigt waren vor allem alte Lieder, weshalb ich
auch unbedingt nach Plauen wollte - hatte ich doch einige Konzerte nachzuholen. Das
Publikum wollte die Bestuhlung noch nicht akzeptieren und stürmte sogleich ganz
direkt an die Bühne, doch nach einer Ermahnung zogen sich die Leute wieder zurück
auf ihre Plätze. Gleich
zu Anfang wurde eine gelungene Mischung von Vergangenheit und Zukunft inszeniert. Mit "Abseits
des Lichtes" begeisterten die Erben von Beginn an und zeigten einen Blick in die Zukunft, da
Ombra Ballare dieses Lied optisch umsetzte. Leider waren mit alten Lieder nicht unbedingt
die ganz alten gemeint, doch zumindest "Der Spiegel" kam zum Erklingen. Zwischendurch noch
die schönsten neuen Songs und so bleibt das Konzert bis auf einen Strafzettel bei der
Rückfahrt in bester Erinnerung.
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